Serena gewinnt das heisse Rennen am Chrischonaberg

36 Grad zeigte das Thermometer am gestrigen Abend beim Start des Chrischonalaufs 2019. Serena schrieb auf der Anfahrt per Whatsapp:

I see so many people in the Rhine, I think we are the only crazy ones
Das waren wir zum Glück nicht, es wäre auch sehr schade für den veranstaltenden Verein SSC Riehen gewesen. Viele waren es an diesem sehr heissen Mittwoch allerdings nicht, neben uns fanden sich noch 136 andere Läuferinnen und Läufer ein, um sich dieser besonderen Herausforderung zu stellen. Und siehe da, es waren sogar noch 4 andere BRCler am Start: Aleksei, Martin, Lisa und Helen!

Der Chrischonalauf ist ein sehr schöner und angenehmer Lauf, kein Stress und eine sehr schöne Ambiente im Wenkenpark, zudem sehr liebevoll organisiert. Eigentlich müsste der SSC Riehen damit mehr werben, denn mir ist kein schöneres Start/Ziel-Gelände bei einem anderen Lauf bekannt. Schon der Start am Wenkenhof ist eine Augenweide und einmalig!

Serena lief von Beginn an bei den schnellen Jungs mit

Gleich nach dem Start geht es in Richtung des Namensgebers: Chrischona! Und das bedeutet begauf. Die Steigung läuft sich sehr gut, ist nicht zu steil, aber dennoch herausfordernd. Die Hitze ist gut zu spüren, aber wenn man mental darauf vorbereitet ist, gut auszuhalten. Zum Glück verläuft die erste und auch längste Steigung der 10km-Runde im Schatten.

Serena geht von Beginn an schnell zur Sache und setzt sich im Verfolgerfeld der Männer als führende Frau fest. Das Tempo der Gruppe mitzugehen ist für sie kein Problem, eher für den einen oder anderen Mitläufer. Und so hat sich die Gruppe nach dem 2 Kilometer langen Anstieg verkleinert. Bei den Männern läuft sie nun in den Top 10!

Aleksei beim Start am Wenkenhof

Oben wird es dann richtig heiss, die zweite Steigung ist sehr steil, aber zum Glück nur kurz. Dafür liegt sie aber auf offenem Feld, die Sonne brennt, die Temperaturen ganz sicher weit über 40 Grad! Nun ist es wichtig, dass man das Thema Wetter in seinem Kopf nicht zu viel thematisiert, Serena macht das scheinbar sehr gut, ihr Atem ist nicht überzogen. Mich selbst müsste man jetzt nicht fragen, ich liebe diese Bedingungen!

Am Sendeturm auf der Chrischona ist der höchste Punkt erreicht, unsere Singapur-Rakete hat die Verfolgergruppe nochmals verkleinert und ich muss zugeben, da musste der Trainer schon richtig ran, um an ihr dranzubleiben. Was sie perfekt machte: Nach dem Anstieg direkt das schnellere Tempo im Flachen aufzunehmen und auf Zug zu laufen. Ich spürte das direkt und musste die Beine richtig einsetzen, um ihr das Tempo zu machen.

Nach gut 7 Kilometern geht es dann bergab, alles wieder runter, was man zuvor hoch gelaufen ist. Auch hier zeigt Serena, dass sie schnell ist, obwohl sie die Bergabpassagen nicht so mag. Der einzig verbliebene Mann neben mir in der Gruppe hatte Schwierigkeiten, ihr zu folgen.

Problemlos kommt sie als Gesamtsiegerin im Wenkenpark an, eine wunderschöne kleine Schlaufe beendet die Runde.

Now is time to smile
lasse ich Serena ungefähr 300 Meter vor dem Ziel wissen. Sie verstand es anders:
Now is time to fight
und legte nochmals nach.

Eine tolle Leistung von ihr, obwohl sie keine Konkurrenz hatte. Die Laufzeit von 41:45 Minuten lässt hier keinen Zweifel aufkommen. Das war sehr schnell, man bedenke die Wetterbedingungen!

Nach der Anstrengung gabs zur Belohnung eine Dusche vom Trainer

Noch schneller als Serena war Martin Zwahlen bei den Jungs. Fast hätte es noch auf das Gesamtpodest gereicht, nur 16 Sekunden trennten ihm vom Drittplatzierten Isak Abel. Helen liess es ebenfalls wieder krachen, unsere Engländerin wurde mit 52:03 8. im Gesamtklassement. Aleksei lief den Chrischonalauf als Trainingslauf, er war nach 55:30 Minuten von der überheissen Runde zurück. Lisa finishte ebenfalls und ihr erster Kommentar:

It was so beautiful
Man bedenke: Sie kam nicht vom Rheinschwimmen sondern von brennenden 10 Kilometern am Chrischonaberg.

Gratulation an unsere Singapur-Rakete Serena, damit bleibt der Gesamtsieg bei den Frauen nach Maren im vergangenen Jahr, beim BRC. Dankeschön an Reto Jakob für die Fotos!

Die drei schnellsten Mädels am Chrischonaberg 2019

Alle BRCler im Überblick
Martin Zwahlen 40:31 1. M20 4. Overall
Serena Teoh 41:45 1. W20 1. Overall
Rainer Hauch 41:47 2. M50 7. Overall
Helen Smethurst 52:03 2. W50 8. Overall
Aleksei Suslov 55:30 18. M30 82. Overall
Lisa Ross-Magenty 1:07:25 7. W50 24. Overall