Interview Nr. 7 · mit Anja Schöpfer

gefragt von Gudrun Dyck von Gunten

 

1)  Wann und wo bist du zum Laufen gekommen?

Ich war als Kind im Turnverein und immer sportlich unterwegs. Ich habe allerdings keinen Leichtathletik-Background wie viele andere, sondern habe lange Unihockey gespielt! Nebenbei habe ich regelmässig am Basler Stadtlauf mitgemacht. Dies war jeweils ein Highlight für mich. Die Laufbegeisterung hat mich Jahr für Jahr aufs Neue gepackt. Die Leidenschaft fürs Laufen hat sich erst mit dem BRC-Vereinstraining so richtig entwickelt.

 

2)  Was waren deine persönlichen Highlights beim Laufen/an Wettkämpfen?

Eines meiner schönsten Erlebnisse hatte ich am Halbmarathon in Colombier im März 2017. Da bin ich ganz unerwartet PB gelaufen, das erste Mal unter 1h40. Dies war aber nicht der Höhepunkt, sondern der gemeinsame Zieleinlauf mit meiner lieben Lauffreundin Gudrun. Nach der Beendigung ihres Rennens, ist sie mir entgegen gekommen und hat mich auf den letzten 300m begleitet, gepusht und voll unterstützt. Das war so toll und hat mir Energie gegeben, von der ich nicht gedacht hätte, dass ich sie noch aufbringen kann. Im Ziel dann die grosse Freude. Da entstand auch dieses Foto, mein Lieblingsfoto! 🙂

3)  Was hast du noch für Ziele im Laufen (Wettkämpfe/Zeiten)?

Ich habe ein grosses Ziel im 2018: Ich möchte meinen ersten Marathon laufen! 🙂 In Wien, zusammen mit meinen LaufkollegInnen vom BRC und mit James als Pacemaker. Ich bin schon ganz kribbelig, wenn ich daran denke. Ich freue mich so sehr auf die Vorbereitung im Verein, die schnellen Intervalls und die langen Läufe am Wochenende. Ein Zeitziel habe ich auch im Kopf, das verrate ich allerdings nicht. Da es mein erstes Abenteuer über die Königsdistanz ist, ist das „zusammen mit James und einem Lächeln im Gesicht über die Ziellinie laufen“ mein grösstes Ziel. Die Zeit ist zweitrangig.

 

4)  Wie bist du zum BRC gekommen?

Als ich – als Landei (!) – in die Stadt gezogen bin und mich nicht traute, im Dunkeln alleine zu joggen, habe ich mir einen Laufverein gesucht. Ich bin nun seit dem 1. Mai 2016 beim BRC dabei, und bin stolz ein Gründungsmitglied zu sein. 🙂

 

5)  Was gefällt dir besonders beim BRC?

Die Herzlichkeit der Mitglieder. Dies fängt mit der namentlichen Begrüssung jedes Läufers zu Beginn des Trainings an, wir unterstützen einander beim Bahntraining mit motivierenden Zurufen und freuen uns gegenseitig über tolle Resultate und erfolgreiche Wettkämpfe. Daraus sind einige schöne Freundschaften entstanden, die ich sehr schätze.

 

6)  Was ist deine Lieblingswettkampfdistanz und -Wettkampf?

Bislang habe ich mich über die 10 Meilen sehr wohl gefühlt, da konnte ich mein Tempo bis zum letzten Meter durchziehen. Danach faszinierte mich der Halbmarathon, der hat auch seinen Reiz. Und weil der TRainer immer sagt, „man mache keine halben Sachen“, versuche ich mich jetzt mal am Marathon. Obwohl, für mich ist der Halbmarathon auch eine „ganze Sache“, wofür ich mit voller Begeisterung und Freude trainiere!

 

7)  Welche Sportart fasziniert Dich neben dem Laufen noch?

Ich fahre gerne Velo, mit meinem neuen knall-gelben Cross kommt man sehr schnell sehr weit. Allerdings ist dies nicht ganz ungefährlich…

 

8)  Wie nervös bist Du vor einem Wettkampf und wie bekämpfst Du Deine Nervosität?

Oh ja, die liebe Nervosität. Ich muss gestehen, ich bin immer sehr nervös, wenn ich im Startblock stehe. Sobald es losgeht, legt sich diese wieder. Ich versuche tief durchzuatmen und mich auf den Lauf zu freuen. Ich stelle mir vor, wie ich später ins Ziel renne und mich zusammen mit den anderen Läufern freue.

 

9)  Meine Abschlussfrage an dich. Wie entspannst Du nach einem Wettkampf?

Was ich ganz dringend und sofort nach einem Wettkampf oder einem harten Training brauche ist ein Cappuccino! Darauf freue ich mich immer sehr. Ansonsten kann ich mich mit einem Buch auf dem Sofa bestens erholen. Als aktive Regeneration nutze ich die Blackroll und gehe schwimmen, um die Beine zu lockern. Und – nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf. So trägt mich meine Vorfreude zum nächsten Erlebnis.