Lauftechniktraining – was bringt es?

Warum soll ich Lauftechnik trainieren? – diese Frage stellen sich viele Läuferinnen und Läufer. Selbst gute und ambitionierte Sportler sehen oft den Sinn nicht, der dahinter steckt. Das ist sehr schade, denn damit vertun sie eine grosse Möglichkeit, sich zu verbessern.

Aber nicht nur sportlich ambitionierten Athleten bringt Lauftechnik enorm viel, gerade Laufeinsteiger profitieren sehr von diesem Training. Und wer Laufen nur aus Fitnessgründen betreibt? Genau das Gleiche. Aber was bringt mir Lauftechnik denn nun genau?

Verbesserung des Laufstils

Laufstil ist natürlich etwas sehr Individuelles, jeder hat seine eigene Art, sich läuferisch fortzubewegen. Aber trotzdem gibt es ein paar Grundsachen, die beim Laufstil zu beachten sind. Ein Beispiel: Der Fussaufsatz. Wird er falsch gemacht, kann das langfristig zu Verletzungen führen. Aber auch bei ambitionierten Sportlern liegt hier bei so manchem guten Läufer noch viel Verbesserungspotential verborgen.

Laufstil ist also keine Frage des Geschmacks, er entscheidet über Laufgeschwindigkeit, Verletzungen und letzten Endes auch über das Aussehen beim Laufen. Und wer möchte schon wie ein Mehlsack aussehen?

Wichtiges Hirntraining

Lauftechniktraining ist eine Forderung für unser Gehirn. Speziell die Teile werden trainiert, die man im Alltag so gut wie gar nicht fördert. Und das menschliche Gehirn ist da sehr rational, Teile, die man nicht nutzt, werden runtergefahren und verkommen regelrecht. „Use it or loose it“ ist ein englischsprachiges Sprichwort, welches es genau auf den Punkt bringt.

Lauftechnik hilft besonders den Gehirnteilen auf die Sprünge, die unser Bewegungsablauf steuern. Und das ist ein riesen Gewinn, nicht nur für unsere Sportart. Auch im Alltag profitiert man sehr viel davon. Das beginnt schon beim Einsteigen in den Zug, beobachtet mal, wie viele Menschen da unsicher sind. Oder schon beim normalen Treppensteigen.

Schulung der Körperkommunikation

Was ist Kommunikation mit dem Körper? Ganz einfach: Die Signale des Körpers verstehen. Das haben die meisten Menschen leider verlernt, weil sie es nicht trainieren. Unser Körper sendet uns mehr Signale, als wir denken. Wer einmal bewusst darauf achtet, wird dies nicht nur beim Laufen feststellen. Aber gerade wir Läufer sollten die Sprache unseres Körpers kennen. Er meldet, wann wir zu schnell unterwegs sind oder ob es irgendwelche Probleme gibt. Diese Kommunikationskanäle werden speziell bei der Lauftechnik trainiert, denn bei keinem anderen Training muss man derart mit dem Körper „kommunizieren“. Es wird bewusst die Verbindung zwischen Gehirn und Körperteil geschult. Yoga zielt übrigens ebenfalls sehr bewusst auf diese Kommunikation ab.

Verbesserte Muskelansteuerung

Wer ambitioniert läuft, sollte über eine gute Muskelansteuerung verfügen. Wie schnell reagiert ein Muskel auf den gewollten Bewegungsablauf. Es nutzt wenig, wenn man einen schönen Abdruck des hinteren Beines hat, dieses aber zu lange braucht, um wieder nach vorne zu gelangen. Auch hier wirkt die Lauftechnik, denn damit schult man auch, wie schnell die Muskulatur aktiv werden kann.

Verbesserung der allgemeinen koordinativen Fähigkeiten

Oft spricht man beim Lauftechniktraining auch vom Koordinationstraining. Schauen wir uns an, was Koordination beinhaltet:
Gleichgewicht – Differenzierung – Orientierung – Rhytmisierung – Reaktion.
Alle diese koordinativen Fähigkeiten werden bei der Lauftechnik speziell geschult. Mit Differenzierung meint man zum Beispiel das unterscheiden können von 2 unterschiedlichen Bewegungsabläufen.

Alles Sachen, die wir auch im Alltag immer verwenden. Wer diese also trainiert, macht auch etwas für die Zeit neben dem Sport.

Kräftigung der Muskulatur

Obwohl Lauftechniktraining in erster Linie auf unser Hirn abzielt, lässt es sich nicht vermeiden, dass auch unsere Muskulatur gestärkt wird. Ein sehr zu begrüssender Nebeneffekt also. Ein Grund mehr, warum man Lauftechnik regelmässig trainieren sollte.

Wie man sieht, ist Lauftechnik also nicht nur etwas für die Profis. Das Leistungsniveau spielt keine grosse Rolle, maximal bei der Übungsauswahl.

Wie oft sollte man Lauftechnik trainieren?

Zweimal die Woche wäre optimal, einmal sollte man es aber mindestens im Trainingsplan einbauen. Wie es genau abläuft erlernt ihr bei uns im Lauftechniktraining. Weitere Informationen erhaltet ihr in der BRC-Broschüre „Übungen für eine gute Lauftechnik“ , die ihr gratis erhaltet. Einfach die Trainer darauf ansprechen. Dort sind die Basisübungen erklärt und anhand eines verlinkten Videos kann man sich die Übung anschauen.

Der BRC bietet jeden Samstag eine perfekte Möglichkeit für ein Lauftechniktraining. Nutzt diese kostenlose und fachlich kompetente Training. Was es euch bringt, wisst ihr nun.

Das Heft ist beim BRC kostenlos erhältlich – einfach die Trainer ansprechen.