Interview Nr. 15 mit Julian Zenke

Wann und wo bist du zum Laufen gekommen?

Zum Laufen bin ich gekommen, als ich 15 war. Nachdem ich keine Lust mehr auf Handball hatte, hat mich ein Freund zum Leichtathletik Training geschleppt. Von da an hat sich relativ schnell herausgestellt, dass ich im Laufen (Mittelstrecke) nicht gänzlich untalentiert war.

 

Was waren deine persönlichen Highlights beim Laufen/an Wettkämpfen?

Für mich gab es im Laufe der Jahre einige Highlights. Eines davon war sicherlich 2016 ein 10 km Crosslauf in Singapur, bei dem ich mich in einem starken internationalen Feld lediglich 3 Kenianern geschlagen geben musste.

 

Was hast du noch für Ziele im Laufen (Wettkämpfe/Zeiten)?

Ich würde gerne noch unter 32 Minuten auf 10km und unter 1:10 im Halbmarathon laufen.

 

Wie bist du zum BRC gekommen?

Über einen guten Freund (Martin). Als ich wusste, dass ich nach Basel ziehen werde, habe ich ihn angerufen um mich ein bisschen über Basel zu informieren. Mit eine der ersten Fragen war: „Gibt’s in Basel einen guten Laufverein?“ Seit dem Moment war ich quasi beim BRC.

 

Was gefällt dir besonders beim BRC?

Die Vielfalt der Läufer. Beim BRC gibt es vom Spitzenläufer bis zum Hobbyläufer, vom Studenten bis zum Rentner jeden Läufertypen. Der BRC ist nicht nur ein Laufverein, sondern ein unglaublich spannendes Netzwerk bei dem man aufpassen muss, dass man vor lauter reden nicht das laufen vergisst 🙂 Ausserdem ist das Training sehr strukturiert und gut organisiert, so dass jeder Läufertyp seine passende Trainingsgruppe findet und davon profitiert.

 

Was ist deine Lieblingswettkampfdistanz und -Wettkampf?

Sicherlich die 3000m Hindernis (meine Paradedisziplin der letzten 10 Jahre). Mittlerweile habe ich mich aber Richtung Triathlon orientiert und starte dort gerne über die Olympische- und Mitteldistanz.

 

Was macht dir mehr Spass: Leichtathletik, Strasse oder Triathlon?

Mittlerweile Triathlon. Ich liebe einfach die Abwechslung der drei Disziplinen. Ausserdem sind die Wettkämpfe meistens deutlich dynamischer als beim Laufen, da jeder Athlet seine Paradedisziplin hat. So kann es vorkommen, dass ein guter Schwimmer 1-2 Minuten Vorsprung hat, welcher jedoch auf halber Radstrecke von einer Verfolgergruppe eingeholt wird. Und am Ende kommt ein guter Läufer, der den Radfahrern nochmal richtig Feuer unterm Hintern macht, so dass es nach 2h ein Fotofinish gibt. Im Laufen kann man sehr oft nach den ersten 30% eines Rennens abschätzen, wer aufs Podest kommt.

 

Was verstehst du unter „ich mach‘ mal einen Ruhigen“?

Meistens mach ich dann alternatives Training, wie z.B. Skitouren gehen, Langlaufen oder MTB fahren. Nicht selten eskaliert dass dann aber und ich bin am Ende des Tages mehr K.O. als wenn ich gut trainiert hätte 🙂

 

Welche Tipps zum sportlichen Erfolg willst du weitergeben?

Wer schnell laufen will muss schnell trainieren: Nur von normalen Dauerläufen wird niemand schneller, auch wenn man über 100km pro Woche davon macht. Man muss auch regelmässig an seiner Geschwindigkeit arbeiten (z.B. in Form von Intervallen) um das entsprechende Tempo im Wettkampf laufen zu können. Ausserdem: In der Ruhe liegt die Kraft: Lieber 3 qualitativ hochwertige Einheiten pro Woche und 8h Schlaf pro Nacht als jeden Tag abends ein Training reinzupressen, welches der Körper aufgrund von 6h Schlaf gar nicht verarbeiten kann.