Experiment bei -110° Celsius

Dank Fernando hatten heute 9 BRCler die ganz spezielle Möglichkeit, bei genau -110° Celsius nur mit Bikini oder Badhösli 3 lange Minuten auszuharren. Die Anspannung war unseren Probanden anzumerken, niemand wusste, was einen dort erwartet. Die Jungs wollten schon eine Versicherung, dass auch ja nichts abfriert, die Mädels waren da deutlich mutiger und gingen als erste Truppe in die Kältekammer.

Was wie ein Astronautentraining anmutete nennt man ofiziell Kryotherapie. Dies ist der gezielte Einsatz von Kälte, um einen therapeutischen Effekt zu bewirken. Nicht dass unsere Probanden verletzt oder krank wären, man kann diese moderne Technik auch zur Regeneration oder zur Aktivierung der Muskulatur einsetzen. Sie soll viele positive Wirkungen haben, man kann sich beim Cryocenter Basel bestens informieren, welches uns diese spezielle Erfahrung ermöglichte.

Und genau darum ging es bei diesem BRC-Experiment, mal zu erfahren, was diese extreme Kälte auf den Körper so bewirkt. Zuerst muss man in einen Vorraum eintreten, der hat bereits -60°C, dann gehts in den eigentlichen Kälteraum mit den besagten -110°C.

Die Mädels kamen nach der vorgesehenen Zeit alle quicklebendig wieder raus, was die Jungs doch offensichtlich beruhigte. Lediglich der kleine Unterschied machte noch ein klein wenig Sorgen.

Die Füsse werden doppelt geschützt, die Ohren und Hände ebenfalls. Für den Mund gibts zusätzlich einen Mundschutz, die Luft wäre ansonsten zum Atmen zu kalt. Wie man damit aussieht? Das lassen wir mal. Obwohl, bei den Mädels sah das immer noch gut aus. Bei den Jungs? Naja. Und zusätzlich blieb die Frage, warum Ohren, Mund und Füsse geschützt werden und eigentlich das Wichtigste nicht?

Und wie ist das nun bei dieser Extremkälte? Saukalt! Klar, aber man hält es für diese kurze Zeit problemlos aus, vorausgesetzt, man ist gesund. Zusätzliche Gadgets, wie Ohrringe, Uhren etc, dürfen natürlich nicht mit. Beim Atmen spürt man, das ist extremer Winter, so stelle ich mir das Leben in den dunklen Monaten in Andermatt oder im Engadin vor. Die drei Minuten vergehen allerdings ziemlich schnell und irgendwie ist man auch froh, dass es so ist.

Bei der Rückankunft im normalen Leben wird die Muskulatur gemessen, die Temperatur davon, um genau zu sein. 22.5 Grad, alles tiptop. Ein ganz spezielles Erlebnis, dass dank Fernando und natürlich dem Cryocenter Basel möglich war, ein ganz grosses Dankeschön an sie! Sich mit dieser Therapie zu befassen lohnt sich, zahlreiche Topsportler, unter anderem auch Mo Farah, schwören darauf, CR7 hat sogar privat eine eigene Anlage.

Unsere 4 tapferen Mädels und 5 verunsicherten Jungs müssen sich vor 15 Grad Wassertemperatur im Rhein wohl nicht mehr fürchten.

Wenn die Tür mal aufgeht, muss es schnell gehen