Michele’s Aargau Marathon

Ein Bericht von Michele Brugnatti.

 

Es war ein kalter Tag, idealerweise perfekt für einen Marathon. Und wieso nicht, um die PB zu erreichen. Aber für mich war es gar nicht möglich (obwohl ich auch daran Gedanken gemacht hatte): ich kam aus einer ganz schlechten Situation, die Vorbereitung war nicht optimal gewesen und konnte mich kein PB erwarten.  Also, dieser Marathon wird ein Test Wettkampf für den Jungfrau Marathon sein und schauen wir wie es geht.

Am Startplatz, in Brugg (AG), treffe ich James, Edith und Robert. Wir reden zusammen, wir unterstützen uns und hoffen uns alle am Ziel zu erreichen.

Die Minuten vergingen schnell.

Ich nehme am Warm up teil und bald ist 08:58. Wir sind in den Startblocke (James ist mit mir in der erste: wir sind unter der stärksten Läufer).

10…9….8….7….6….5…..4….3….2..1.. loooosssss. Aje, aje, hoopp, hopp… die Leute applaudieren und feuern uns an.

Ich fange indem ich nur mit der Nase atme und versuche neben den Spitzenbike zu bleiben. Nach einem km muss auch den Mund benutzen. Ich bin dritte, überall. Es ist aber jetzt für mich unmöglich so schnell weiter zu laufen und verlangsame den Rhythmus. Die zwei Spitzenläufer sind immer weiter wie mich, sie sind viel stark, ich kann sie nicht erreichen. Ein Mitläufer und dann auch James überholen mich.

Es ist hoffnungslos. Sie sind stärker, akzeptieren wir das und laufen wir weiter.

Brugg ist hinten von uns geblieben und hören sein Lärm nicht mehr. Wir laufen jetzt durch eine wunderbare Wald, im Herz der Natur. Da fühle ich mich ganz prima: die Natur, wo der Mensch gehört. Ich hoffe dass die Strecke immer so bleibt.

Ich sehe nur grün und höre nicht: ich bin ganz allein und fühle mich entspannt.

Dann beendet dieses Teil und wir laufen entlang der Aare. Erstes Pitstop: ich trinke Wasser und schaue schnell mein Garmin. Rhythmus: 04:08. Los, Michele, es ist gut!

Jetzt laufen wir entlang der Aare. Währen einigen Minuten habe ich Angst: kann ich den Marathon erledigen? Sicher, Michele, Macht und Mut, du schafft es.

Eine Strategie: verteilen wir den Marathon in 4 Teilen:

  • Km 1-10
  • Km 11-20
  • Km 21-30
  • Km 31-40
  • Km 41 – ende

Also, das ist die erste Teil.

Entlang der Aare, entlang der Aare, wir überqueren eine Brücke und laufen auf die andere Seite.

Bald sollen wir die Aare noch überqueren, wir treffen plaudierenden Leute, wir laufen entlang das Dorf Schinznach-Bad und durch die Kantonstrasse erreichen wir Scherz und dann Chrüxester, wo eine grosse Menge von Feuern ist gesammelt. Eine kleine Party findet da statt. Musik, Freude und Spass beherrschen das Zustand. Im Herzen fühle ich mich jetzt viel besser.

Schon wieder ein Pitstop. Wo sind wir jetzt.

Zirka Km 15. Ach du meine Gute, wir haben noch zu laufen. Vorwärts, vorwärts, Michele.

Ein anderer Mitläufer überholt mich aber er lauft so komisch…..

Diese Teil der Strecke gefällt mir nicht so besonders, die scheint zu industriell zu sein.

Jetzt sind wir in Brunegg und laufen im Land. Das ist der Herz von Aargau. Schön!

Bald sollen wir Möriken – Wildegg erreichen, wo der Halbmarathon beginnt.

Hier sind wir. Der Lautsprecher sagt unsere Namen, jede Person ünterstüzt jeden/jede von uns und das gibt mir Zufriedenheit und Macht.

Edith schreit mein Name, ich biege mein Kopf aber kann sie nicht sehen.

Pitstop: ich nehme Wasser, Iso und ein snack SPONSER. Ich kann die Verpackung nicht aufmachen und verliere Energie! Ach, Mann!!! Endlich schaffe ich es und werfe die Karte in ein Müll Korb. Eine Fraulein schreit mir „lass die da, es ist kein Problem!“ „Nein, nein“ schreie ich ihr.

Und weiter.

Up und down, nach oben und nach unten. Diese Strecke ist gar nicht flach.

Schon wieder die Wald, Yeaahhh. Und schon wieder allein. Die Minuten verbringen und die km am Stück sind immer mehr. Jetzt will ich dass den Marathon unbegrenzt sei!

Weg von der Wald, jetzt sind wir in Niederlenz. James ist verschwunden ich kann ihn vergessen.

Und dann, Wald! Yuppi. Durch die Wälde läuft man super.

Ein anderes Dorf jetzt: ist es schon Aarau? Nein, das ist Rupperswil. Ist das bekannte Ironman hier geläuft? Nein, das ist Rupperswil-Jona in Ost Schweiz!

Entlang die Strecke treffe ich viele Leute und an alle gebe ich ein Lächeln. Und wenn es Kinder gibt, ist mein Lächeln noch mehr gefühlt.

Zeigen wir der Bevölkerung dass das Laufen wunderbar ist und sie mit uns kommen sollen!

An eine Ecke treffe ich eine Gruppe von Leuten und unter sie ist ein Hund. Ich lächle ihnen und dem Hund sage „SCHATZI!“; die Gruppe lacht.

Jetzt beginnt eine lange lange Naturstrasse, immer geradeaus, die scheint unbegrenzt zu sein.

Meine Beine sind nicht mehr so fit und hoffe dass es nicht mehr zuviele km bis zum Ziel fehlen.

Pitstop: der letzte. Dann Zeich: Km 40. Wunderbar, ich bin bald in Aarau.

Aber alles ist ruhig, in meiner Umgebung. Kein Mensch ist am Weg, ich höre kein Lärm…. Laufe ich durch die falsche Strasse?

Nein, zum gluck nicht. Km 41. Nur noch 1,195. Los, Michele, es ist geschafft.

Ich versuche schneller zu laufen.

Jetzt bin ich sicher in Aarau. AAAHHH eine Aufstiege. Langsamer, ohne Angst, du schaffst es.

Rechts abbiegen. Wowwww was für schöne Häuser! Aarau, du hast ein herzigen Historisches Zentrum!

Sind wir fertig? FAST!

Rechts, links, noch mal hoch. Ich höre etwas jetzt.

Rechts!

Hier ist das Ziel. Prima! Ich bin da. Und was sehe ich?? Unter 3 Stunden!!! Megaaaa!!!!!!

Ich überquere die Ziellinie ganz zufrieden. James ist da und wir feiern zusammen.

Auch der Sprechen gratuliert mir.

Ein Mann mit der Kamera ist da vor mir und profitiere um etwas zu sprechen (ich bin jetzt eine kleine TV-STAR!).

Ich bleibe etwas da um auch andere Läufer zu applaudieren und dann verlasse ich den Platz: ich bin ganz müde jetzt und brauche eine Massage!

Das Ergebnis ist wichtig wegen verschiedenen Gründen. Und das ist der zweite Erfolg der Woche: am Dienstag vorher hatte ich eine Prüfung getan und am Freitag Abend habe ich gewusst dass ich die bestanden habe. Es ist super.

Jetzt laufen wir weiter. Es gibt viele andere Wettkämpfe zu tun.

Bis bald!