Interview Nr. 8 · mit James Zürcher

gefragt von Anja Schöpfer

 

Wann und wo bist du zum Laufen gekommen?

Das weiss ich nicht so genau. Zuletzt spielte ich Fussball in einem Verein. Nachdem unser zweites Kind zur Welt kam war mir der zeitliche Aufwand (zwei Trainings pro Woche und am Wochenende ein Match) einfach zu viel. Um mich trotzdem ein wenig zu Bewegen bin ich dann hin und wieder Joggen gegangen. Als mein Schwager dann zwei, drei Marathons gelaufen ist, dachte ich mir: Das wär auch noch eine Herausforderung. Das war im Dezember 2010. Noch vor Ende Jahr meldete ich mich für den Zürich Marathon am 22. April 2011 an. Mein erster Wettkampf war dann der Bremgarten-Reuss Lauf und am 1. April 2011 der Halbmarathon in Freiburg im Breisgau. Als ich diesen in ungefähr 1:28 beendete war ich überzeugt, dass ich drei Wochen später in Zürich meinen ersten Marathon unter drei Stunden laufen könnte. So geschah es dann auch und der Spass am Laufen war definitiv geweckt. 🙂

 

Was waren deine persönlichen Highlights beim Laufen/an Wettkämpfen?

Es ist immer wieder schön, wenn man die gesetzten Ziele verwirklichen kann. Es muss nicht nur bei der ganzen Vorbereitung Vieles passen, auch am Wettkampftag selber. Höhepunkte sind für mich immer, wenn nebst der Zielzeit auch eine schöne Rangierung herausschaut. Wie zum Beispiel am Swiss City Marathon in Luzern 2016. Ich wollte unter 2:44 laufen und erreichte dies ohne kämpfen zu müssen. Als ich merkte, dass diese Zeit auch Platz 3 in meiner Alterskategorie bei der Schweizermeisterschaft bedeutete, konnte ich es zuerst gar nicht recht glauben. Erst als ich zwei Wochen später die Medaille von Swiss Athletics in den Händen hielt realisierte ich wirklich, was ich erreicht hatte.

 

Was hast du noch für Ziele im Laufen (Wettkämpfe/Zeiten)?

Ich laufe im April 2018 meinen 10-ten Marathon. Die Zeiten bedeuten mir schon länger nicht mehr alles, darum avisiere ich zu meinem Jubiläum keine PB. Vielleicht habe ich aber schon wieder mal das Bedürfnis, die eine oder andere PB anzugreifen. Ich bin überzeugt, dass es noch Luft nach oben gibt.

 

Wie bist du zum BRC gekommen?

Ich war auch Mitglied im LSVB als die Chemie nicht mehr stimmte. Auch ich konnte nicht verstehen, warum man dem Leistungssport in diesem Verein keinen Platz mehr geben wollte. Als dann der BRC gegründet wurde wollte ich erst ein wenig Abstand vom LSVB erhalten und über eine Teilnahme in einem neuen Verein erst entscheiden, wenn ich mir wirklich sicher war. Ein paar Monate nach der Gründung des BRC trat ich dann bei. Es ist schön, wieder mit vielen Laufbegeisterten von damals zusammen zu laufen. Und mit vielen neuen Gesichtern, welche alle einen gemeinsamen Nenner, den Laufsport, teilen.

 

Was gefällt dir besonders beim BRC?

Die bunte Durchmischung der Mitglieder: Alt und Jung, langsam und schnell. Wir sind ein Multi-Kulti Verein indem jede/jeder Platz hat. Wir sind eine grosse Familie und unsere gemeinsame Passion ist das Laufen.

 

Was ist deine Lieblingswettkampfdistanz und -Wettkampf?

 42,195 🙂

 

Was läuft bei dir während einem Rennen jeweils im Kopf ab?

Das ist noch schwierig zu sagen wenn man sich versucht daran zu erinnern. Ich bin dann einfach konzentriert auf meinen Lauf.

 

Welches sind deine wichtigsten Tipps für ein erfolgreiches Marathontraining?

 Ich denke das ist die Regelmässigkeit / Kontinuität. Man sollte immer wieder die Laufschuhe schnüren, egal bei welchen Wetterbedingungen. Für mich persönlich gilt auch: Qualität anstatt Quantität. Auch wenn ich 2 Marathons laufe komme ich in der Regel auf nicht mehr als 2000 Kilometer im Jahr. Erholung ist ebenso wichtig wie die Belastung.

 

Meine Abschlussfrage an dich. Welche Sportart wolltest Du schon immer mal ausprobieren und warum?

 Tontauben schiessen – wenn man das überhaupt als Sport bezeichnen kann 😉 Ich kann mir vorstellen, dass das Spass macht.

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