Bericht aus der Neujahrsnacht

Michele Brugnatti startete den ersten Lauf des Jahres bereits um Punkt 0:00 Uhr am ersten Tag des Jahres beim Neujahrsmarathon in Schlieren. Hier sein Bericht aus der Neujahrsnacht:

!Mein Termin mit dem ersten Lauf des Jahres, dem Halbmarathon in Schlieren, durfte nicht fehlen. Dieses Mal wartete eine Überraschung auf mich: Ich bekam eine Startnummer für Spitzenläufer inklusive entsprechender Notiz und wurde um 23:45 Uhr speziell angekündigt! Wow, welch eine Ehre! Mehr als 1100 Läufer waren am Start und der ganze Ausgang der Turnhalle war belegt. Punkt 00:00 Uhr starteten wir und die Glocken inklusive Feuerwerk begleiteten unsere ersten Meter.

Der Boden war nass und man war gleich mal schmutzig. Ich versuchte so ruhig wie möglich zu bleiben, wollte nicht an irgendeine Zeit denken, dieses Mal war ich einfach zum Spass da. In zirka 18 Minuten lief ich die ersten 5 km, ziemlich schnell. Das zweite Teil entlang der Limmat war härter: Kurven, Steine, Brücken… da war Vorsicht angesagt!

Ich war seit langer Zeit (so hatte ich das Gefühl) wieder in der Turnhalle (nach zirka 42 MInuten) und die zweite Runde begann. „Ich hatte das Gefühl, viel langsamer geworden zu sein. Wieder draussen gab es nun kein Feuerwerk mehr und auch die Glocken waren nicht mehr zu hören. Laufen wir, also, dachte ich.

Ich war jetzt allein und meine Kopflampe beleuchte mir den Weg. Ich fühlte mich etwas gespannt, es schien jetzt alles dunkler zu sein. Auch im Herzen: ich denke wo ich bin, wie lange muss ich noch durchlaufen…. ai, ai, ai, Michele….hör auf, hör auf!!! Dieses erstes Teil entlang der Limmat ist schneller und leichter als das zweite Stück: also war ich sicher nicht langsamer gelaufen. Los, marsch, denke ich! Die Beine gehorchen und so erreiche ich schnell den zweiten Verpflegungsposten: 01:01…. letztes Jahr war es 01:00!

Jetzt laufen wir zur Turnhalle zurück. Vorsicht, wieder die Steine. Entlang der Strecke ist fast kein Mensch, nur einige Frauen, auf einem Balkon, unterstützen uns. Ich fühle mich nicht müde und kann etwas schneller gehen. Aber diese Dunkelheit lässt mich irgendwie nicht, ich habe immer etwas Angst zu stolpern. Und fast passiert es: auf der letzten Brücke verliert mein rechter Fuss den Bodekontakt und das entsprechende Fussgelenk verdreht sich! Uiuiui, langsamer jetzt!

Nach der Brücke bin ich wieder besser unterwegs aber ich will nichts riskieren, ich möchte einfach die Turnhalle sehen. Und dann bin ich kurz davor, noch die letzten Meter….. geschafft, auch dieser Lauf ist zu Ende. Ich sehe 01:27 auf der Uhr, die Begeisterung hält sich bei mir in Grenzen. Ich glaube…ich war nicht gerade top. Auf der Rangliste entdecke ich dann, dass ich Dritter in der Kategorie und 8. im Gesamtklassement geworden bin. Das war ja dann doch nicht so schlecht. Ein paar Minuten später wird mein Rang geändert: ich werde Vierter, wieso das denn? Schon wieder das Gleiche, wie im Vorjahr (da war ich erst Zweiter und dann Dritter). Scheinbar hängt das mit der Wertung zusammen, bei dem sich die Läufer während dem Lauf noch umentscheiden können, ob sie den Marathon ganz laufen, oder nicht und dann entsprechend gewertet werden. Also, Kopf hoch und beginnen wir die Vorbereitung für Lugano. Bis bald!

Danke Michele und Gratulation zum ersten Top10-Platz des Jahres 2018!

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