Interview Nr.6 · mit Gudrun Dyck von Gunten

gefragt von Dani Schwitter

1)  Wann und wo bist du zum Laufen gekommen?
Sport wurde in meinem Elternhaus mit viel Ehrgeiz und Freude ausgeübt und auch gelebt.
Mein Vater war professioneller Fussballspieler und später auch Trainer. Er nahm uns mit zum Training und schulte uns, in der Physis aber auch psychisch. Im Teenageralter wechselte ich dann zum Volleyball und zur Leichtathletik.
Zusätzlich zum Training bin ich immer morgens vor der Schule meine 30-40 Minuten gelaufen. Hatte ich mal Auseinandersetzungen mit meiner Mutter (im Teeniealter kam das vor ), sagte sie zu mir: Gudrun, geh mal eine Runde laufen und dann reden wir wieder drüber!
 
2)  Was waren deine persönlichen Highlights beim Laufen/an Wettkämpfen?
Es gibt viele persönliche unvergessliche Laufhighlights für mich, von denen ich mein Leben lang schwärmen werde.
Aus der Leichtathletikzeit sind es vor allem die Momente, an denen man auf dem Podest stand. Ich war damals hauptsächlich über die 1500m unterwegs.
Schon als Teenager habe ich immer gesagt, eines Tages laufe ich einen Marathon und in diesem Frühjahr durfte ich ihn in Hamburg laufen. Die Vorbereitungszeit und der Lauf selber verliefen nach Plan, dank der grossen Unterstützung von meinem Trainer und Freund Rainer Hauch. Ich gebe es zu, es war nicht mein letzter Marathon 😉

3)  Was hast du noch für Ziele im Laufen (Wettkämpfe/Zeiten)?
Eigentlich ganz klar, versuchen beim nächsten Marathon meine Zeit zu verbessern. Die 3 Stunden zu knacken wäre toll! Und ab 50 widme ich mich dann den Bergläufen 😉
 
4)  Wie bist du zum BRC gekommen?

Ich war knapp ein Jahr beim LSVB dabei, als die Spaltung kam. Für mich war klar, dass ich meinen Lauffreunden folgen würde, und war von Anfang an, also auch bei der Gründung des BRC, dabei.
 
5)  Was gefällt dir besonders beim BRC?
Der BRC spiegelt für mich das wieder, was ich unter Sport verstehe:
Freude am Laufen und an der Bewegung, eine perfekte Mischung zwischen zielorientiertem Laufen und dem Spass an gemeinschaftlichen Unternehmungen, abwechslungsreiche Trainings und Fairness.
 
6)  Was ist deine Lieblingswettkampfdistanz und -Wettkampf?
Als ich anfing, mich mit den langen Distanzen vertraut zu machen, sagte Rainer bei einem Lauf zu mir: richtig warm bin ich erst ab Km 15! Damals dachte ich nur, der spinnt!
Heute geht es mir genau so, er hatte damals recht.

7)  Hast du ein Vorbild, das dich motiviert? Wenn ja welches, wenn nein warum nicht?
Ich habe viele Vorbilder.
Von jedem Vorbild picke ich mir immer nur das Beste raus und versuche es umzusetzen. Ein Beispiel: Lukas Oldani. Er hat einen wunderschönen Laufstil und ich weiss, dass Luki dafür hart trainiert hat. Dies motiviert mich dann, an meinem Laufstil weiter zu arbeiten.
 
8)  Erzähle einmal, wie du dein Sportprogramm organisierst. Trainierst du nach Plan und welche Alternativsportarten betreibst du?
Als Sportler, Mutter, Hausfrau usw. ist es für mich persönlich wichtig einem Trainingsplan zu folgen. Zum einen, um meine Woche zu organisieren und zum anderen, um den Körper richtig zu trainieren und ihm auch die notwendige Regeneration zu ermöglichen.
Für Alternativsport hat mein Alltag leider zu wenige Stunden. Rudern tu ich hin und wieder sehr gerne und gehe dazu ins Fitnessstudio.
 
9)  Meine Abschlussfrage an dich. Wann startest du deinen ersten Ultramarathon und über welche Distanz?
Also, man soll nie aufhören zu träumen. Und man muss ja auch noch Ziele haben für ab 50 😉