41. Silvesterlauf Zürich 2017

Ein Bericht von Colin Braginsky.

Der Zürcher Silvesterlauf findet jeweils am zweiten Sonntag im Dezember in Zürich statt. Aus organisatorischen Gründen findet dieser jedoch nicht an Silvester statt, trägt aber dennoch diesen Namen: der Zürcher Kanton ist in allen Belangen eben speziell…

Für mich ist der Lauf Ende des Jahres ein Highlight: eine unzufriedene Saison kann mit einem guten Lauf gerettet werden oder aber eine gute Saison kann mit diesem Lauf abgeschlossen werden. Bei mir liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen, dennoch wollte ich mein Bestes geben und motivierte mich in den letzten zwei Monaten in Kombination mit dem Basler Stadtlauf zu einigen harten Trainings.

Das Wetter spielte dieses Jahr Winter: zuerst schneite es den ganzen Morgen, als dann kurz vor 15 Uhr der Startschuss erfolgte, regnete es. Mich stört schlechtes Wetter generell nicht, jedoch muss sorgfältig überlegt werden, was anzuziehen ist: entweder fröstelt man in der ersten von 4 Runden (knapp 2.5km beträgt eine Runde), sowie beim Warten auf den Startschuss, oder aber man ist zu warm eingepackt und bereut dies dann spätestens in Runde 3 oder 4. Ich entschied mich für T-Shirt und Ärmlinge, sowie eine Sturmmaske für den Wind, welche ich dann bei Bedarf herunterreissen konnte. Für mich war dies eine gute Wahl; mangels Alternativen hatte ich jedoch keine rutschfesten Schuhe dabei.

Dementsprechend begann ich die erste Runde eher zögerlich und wurde von einer Horde Läuferinnen und Läufer überholt. Eine Erfahrung, die ich persönlich oft erst in Runde 4 erlebe, da ich oft zu den Schnellstartern gehöre. Im Lauf zwang ich mich aber, die erste Runde abzuwarten und die Strassenverhältnisse zu analysieren. Als dann noch Leitplanken während dem Lauf umkippten, wusste man, dass man jede Sekunde achtsam sein musste.

In Runde 2 legte ich meine Sturmmaske ab und begann, mein Tempo zu finden und begann meine Überholungsjagd. In Runde 3 wurde ich von einem Läufer gefragt, ob dies nun bereits die letzte Runde sei. Ich enttäuschte ihn mit einem «Nein» und hörte nur noch, wie er zu fluchen begann.

Als ich dann die letzte Runde in Angriff nahm, genoss ich innerlich, dass dies wohl meine letzten 2.5km Wettrennen in diesem Jahr sein werden und beschloss, nochmals endlich einen schönen Laufstil hinzulegen um Kräfte zu sparen. Tatsächlich wirkte sich dies in einer respektablen Laufzeit aus.

Ich war erstaunt, dass ich (witterungsbedingt) gegenüber letztem Jahr nur minim an Zeit verlor und beendete das Rennen dieses Jahr in offiziellen 38 Minuten und 58 Sekunden. Rangmässig verbesserte ich mich um einige Positionen (sowohl numerisch als auch prozentual gegenüber der Anzahl Finisher), was für mich ein Indiz eines guten Laufes ist.

Ich möchte mich an dieser Stelle für den BRC bedanken; die Trainings sowie der Zusammenhalt motivierten mich etliche Male an Dienstagen und Donnerstagen zu erscheinen und werde auch 2018 weiterhin mit Freude daran teilnehmen.

In diesem Sinne wünsche ich den Lesern und allen, die es nicht bis hierhergeschafft haben, ein frohes neues, gesundes verletzungfreies & schnelles Jahr. Mögen eure Ziele auch im 2018 erreicht werden.

Colin



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