Sandra gewinnt zum 5. Mal in Folge den Basler Stadtlauf!

Von Sandra Beck

Basler Stadtlauf, zum 3. Mal als BRC-Läuferin

Endlich war er da, der grosse Tag vom Stadtlauf. Letztes Jahr hatte ich mir fest vorgenommen früher mit dem Training zu beginnen. Da war ich dann auch und habe mich riesig gefreut euch BRCler zu sehen und mit euch zu trainieren. Zusätzlich lief ich mit Colin an einem Samstagmorgen unzählige Male die Wettsteinbrücke hoch, bzw. ich speedete hinter ihm her, kam immer als letzte an, hatte keine Chance, aber fürs Training war es super. Am Sonntag vor dem Stadtlauf nahm ich am Sondertraining mit Rainer teil, zusammen mit Dominik. 5 x 1000m auf der Stadtlaufstrecke, uff, war ich froh über die Trabpausen. Danke Rainer an dieser Stelle für dein Coaching und deine mentale Unterstützung.

Am Samstag um 17 Uhr stand ich dann als Zuschauerin im Zielbereich um meinen Sohn Lio anzufeuern. Trotz Regen und Kälte war ich sofort in Stadtlauf-Stimmung, die Kids gaben alles und ihre Augen leuchteten mit der weltschönsten Weihnachtsbeleuchtung um die Wette. Nun wurde ich immer aufgeregter, endlich war es auch für mich soweit, ich stand im roten BRC Shirt und einem roten leuchtenden Herz ❤️ (Spendenläuferin für die Stiftung Kinderkrebshilfe Basel) im Startbereich und plauderte noch mit den Frauen rings um mich, wie Frauen das eben tun (letztes Jahr war bei diesem «Geschnäder» Martina mit dabei – Martina du fehlst).

Mit dem Startschuss verschwanden alle Sorgen und Zweifel und ich fokussierte mich auf das Rennen: Nicht zu schnell los, aber eben trotzdem Vollgas. Egal, ich rannte einfach, versuchte mit niemandem zusammenzustossen und bald war ich in der Freien Strasse, nahm das Bild in mich auf – die vielen Zuschauer und die Weihnachtsbeleuchtung – es gibt keinen schöneren Lauf in der Weihnachtszeit, dachte ich für mich.

Meine Gedanken wechselten so schnell, wie meine Beine rannten… von “uff, ist das anstrengend” zu “warum mach ich das eigentlich” zu “du musst dranbleiben”, “du darfst deine Familie, Freunde und den BRC nicht enttäuschen”, “du läufst für einen guten Zweck, alle die für dich Geld an die Stiftung Kinderkrebshilfe Basel gespendet haben, glauben an dich”, “ha, da überholt dich eine, aber das Rennen ist noch nicht vorbei” usw. Dieses Überholmanöver fand in der Rheingasse statt, aber auf der Wettsteinbrücke habe ich sie dann wieder überholt. Da fing auch schon die zweite Runde an. Immer wieder wurde ich angefeuert, hörte ich “hopp Sandra”, “Bravo, weiter so”, das ist so motivierend. Danke allen, die bei diesem Wetter an der Strecke standen und uns Läufer angefeuert haben, ihr seid super und Das macht den Stadtlauf eben auch aus.

Beim Marktplatz rannte ich am Sieger-Bus vorbei und dachte nur noch, ich will da rein, ich will unbedingt meine AK gewinnen, du kannst es schaffen, streng dich an. In der Rheingasse auf der zweiten Runde wird es immer eng, der zweite Startblock muss umkurvt werden, indem man sich irgendwie einen Weg durch die Menge bahnt. Weiter vorne sah ich Bettina, eine Läuferin, welche ich ab dann immer Blick behielt, ich versuchte dranzubleiben. Auf der Wettsteinbrücke wurde ich von Roman lautstark angefeuert, so dass der Abstand zu Bettina kleiner wurde. Dann ein letztes Mal die Freie Strasse runtersausen, ich versuchte umzusetzen was Rainer im Training gesagt hatte, die Beine so schnell wie möglich wieder nach vorne bringen, die Füsse steif machen und das Becken vorschieben. Ich rannte dem Ziel entgegen, meine Lunge brannte, mein Herz wollte zerspringen. Ich erreichte Bettina gleichzeitig mit meiner Verfolgerin (nicht dieselbe, welche mich überholt hatte), so dass wir in einem Dreikampf die letzten hundert Meter ins Ziel sprinteten. Diesen Dreikampf verlor ich, aber im Ziel gratulierten wir uns gegenseitig und ich bekam die Nr. 1 um den Hals gehängt. Yeapeeh, ich hatte es geschafft, Ziel erreicht, 5 x in Folge den Stadtlauf gewonnen, die AK F45 dominiert. Ich war so happy und durfte bei strömendem Regen in den Sieger-Bus zum Aufwärmen. Jetzt leuchteten meine Augen mit der Weihnachtsbeleuchtung und meinem blinkenden Herz um die Wette. Der Stadtlauf ist und bleibt für mich eine Herzensangelegenheit.

“Miss Stadtlauf”

 

 



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